ZetaTalk: Gewaltspiele
Dezember 1996



Menschen sagen zweierlei bezüglich Gewalt, da sie sowohl Gewalt verehren und als Lösung für Probleme befördern als auch zur gleichen Zeit behaupten, daß sie im Kern vieler Probleme ist, mit denen ihre Gesellschaft umgeht. Solche Sportarten wie Fußball und Boxen beinhalten die absichtliche Verletzung des Gegners, Filme präsentieren Konfliktlösungen auf dem Wege des Todes durch Pistolen und Messer und durch das Inbrandsetzen des Gegners, und dennoch wird es als ein Zeichen für eine kranke Gesellschaft gesehen, wenn dieses gleiche Verhalten von Gangs aus Jungs in den Ghettos ausgedrückt wird. Solche institutionalisierte Gewalt wie Polizeibrutalität wird genauso stillschweigend geduldet, wie Wirtschaftskriminalität von Mitgliedern der Eliteklasse vergeben wird, aber beide Aktionen bringen schwere Maßregelungen, wenn sie von jenen getan werden, welche nicht oben an der Spitze sind. Die Botschaft ist, daß Gewalt OK ist, wenn man damit einfach so davon kommt. Dies kann am klarsten in einem Vergleich gesehen werden, wie der Ausdruck von sexuellem Verlangen behandelt wird versus der Ausdruck von gewalttätigen Tendenzen bei Kleinkindern.

Kinder, welche im Laufgitter miteinander zusammen sind, können sich einander auf den Kopf prügeln, Gegenstände aufeinander werfen, oder mörderische Instinkte in graphischen Spielen mit Puppen simulieren, mit kaum einer Maßregelung von ihren Eltern. Das Kind mag zeitweise von anderen, welche es verletzt, getrennt und das Opfer mag getröstet werden. Daß das Verhalten inakzeptabel ist, wird kaum kommuniziert, aber was kommuniziert wird, ist daß das Verhalten Grenzen hat. Gewalt ist OK, aber Mary zum Schreien zu bringen, wenn Mutter gerade versucht, am Telephon zu reden, ist nicht OK - das ist die Botschaft. Das Kind beginnt dann zu lernen, wie es seine gewalttätigen Tendenzen ausdrücken kann, wo es nicht erwischt werden wird. Wenn Mutter nicht in der Nähe ist oder eher in der Küche beschäftigt ist als am Telephon, wo sie Ruhe verlangt, dann ist das Kneifen von Mary oder ihr auf den Kopf zu schlagen, OK.

Kinder, welche miteinander im Laufgitter sind, oder sogar alleine, können nicht irgendwie in Sexspiele gelangen. Wo die behaupteten Gefahren von Sexspielen - Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft, können nicht möglicherweise im Laufgitter anwesend sein, nichtsdestoweniger wird dem Kind sofort durch den Ton der Stimme der Mutter und durch die Intesität und Schnelligkeit ihrer Aktionen gesagt, daß solches Spielen eine ernsthafte Übertretung ist. Erwachsene fühlen sich sehr ungemütlich, wenn der neugierige forschende Finger eines Kindes in die Windel hinein geht. Wenn so neugieriges Spielen die Aufmerksamkeit der Mutter erregt hat, wird das Kind während des Spielens wahrscheinlich nicht allein gelassen werden, und wird ganz sicher nicht mit anderen Kindern allein gelassen werden, wenn Sexspiel begonnen hat. Die Angst und resultierender Ärger und Furcht, die die Mutter ausdrückt, spricht Bände zu dem Kleinkind, welches oftmals so eine parallele Angst vor Sex entwickelt, daß sie auf diesem Gebiet für ihr Leben verkrüppelt sind.

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Übersetzung von Guido