ZetaTalk: Unabhängiges Denken
Januar 1997

Studenten, die für sich selbst denken, sind auf dem richtigen Weg, wenn sie in solchen Gebieten herumtasten, welche in der Schule weder diskutiert noch präsentiert werden, da sie fühlen, daß ihnen nur ein Teil des Bildes gegeben wird, und wenn sie die rigiden Erklärungen verwerfen, die ihnen darüber gegeben wurden, wie die Dinge funktionieren, oder wenn sie die Erklärungen verwerfen, die nur auf einem Teil des Puzzles gegründet waren, aber nicht auf dem Ganzen. Dies kann nie falsch sein, aber sie werden in anderer Weise behandelt. Vom Studenten wird erwartet, daß er die rigiden Erklärungen und akzeptiert und daß er jedes neue Stück, das er entdeckt, wegwirft, da es die rigide Erklärung erschüttert. Daher kommt die Wut der Professoren, wenn ihnen Fragen gestellt werden, die die gängige Theorie kontern oder ihr widersprechen. In Wahrheit verlassen mehr kluge Studenten, vom denkenden Typ, die Schule als in ihr bleiben, und diejenigen, die bleiben, haben Schmerzen.

Während sich die meisten Menschen für eine intelligente Kreatur halten mögen, und sogar für die einzige solche Kreatur, die innerhalb Gottes Schöpfung so begabt ist, akzeptieren sie häufiger die Schlussfolgerungen anderer statt für sich selbst zu denken. Dies ist so, weil sie emotional Kinder sind. Seht zum Beispiel die Diskussion, warum die Planeten fortwährend (um die Sonne) kreisen. Es ist Newton's Gesetz. Wenn die Bewegung einmal beginnt, dann währt sie fort, außer wenn sie gestoppt wird. Wenn es einen offensichtlichen Widerspruch zu diesem sogenannten Gesetz gibt, welches faktisch kein Gesetz ist, sondern welches nur ein Verhalten beschreibt, dann sind die Kinder verwirrt. Es ist nicht so, daß Newton nicht in Frage gestellt werden kann, sondern die Kinder können nicht für sich selbst denken.

Seht euch um, wie kleine Kinder mit der Komplexität des Lebens umgehen. Sie bitten ihre Eltern zu erklären, und welcher Grund auch immer ausgegeben wird, wird die Antwort, wird vor anderen Kindern wiederholt, und wird wütend verteidigt. Das Kind braucht das Elternteil, um die Dinge zu erklären, und der emotionale Oberton der Verzweiflung überfährt jedes Vermögen zum logischen Denken, welches das Kind besitzen mag. Da die Eltern zum Level der Götter erhoben wurden, können die Eltern solange nichts falsch machen, bis das Jugendalter kommt und man sich an neue Götter klammert  - Bandenführer, Fernsehstars, Athleten. Die meisten erwachsenen Menschen sind nur äußerlich erwachsen, aber innerlich noch solche Kinder, welche sich an jeden klammern, der sich wie ein selbst ernannter Gott verhält, da er entweder behauptet, daß er auf das erwachsene Kind Acht gibt oder behauptet, daß er die Antworten hätte.

Wissenschaftliche Prinzipien, einmal von solch einem Gott aufgestellt, dürfen nicht in Frage gestellt werden, solange dies nicht von einem anderen Gott getan wird. Egal, wie unlogisch das wissenschaftliche Prinzip wird, so geistlos werden die Vorschriften der Religion wiederholt, und jedes In-Frage-Stellen dieser Hingabe trifft auf Feindseeligkeit. Wie könnt ihr es wagen, Gottes Gesetze in Frage zu stellen! Diese Tendenz, sich wie ein geistloses Kind zu verhalten, wird am meisten in wissenschaftlichen Gemeinschaften dramatisiert, wo Logik und die Fähigkeit, Dinge zu durchdenken, vorausgesetzt  werden. In reinem Widerspruch dazu, was die Menschen von ihren Wissenschaftlern erwarten, plappert das erwachsene Kind die Gesetze seiner Götter nach und weigert sich, offensichtliche Widersprüche an die Seite neben diese Gesetze zu legen. Sie sehen in die andere Richtung. Sie werfen Beleidigungen. Sie gehen beleidigt davon. Alles außer gezwungen zu sein, erwachsen zu werden und für sich selbst zu denken!

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Übersetzung von Guido